Coati ist ein Geschenk von Programmierern an Programmierer. Warum? Bis zu 70 Prozent der Arbeitszeit von Programmierern geht dafür drauf, zu verstehen, womit man es in einem fremden Quellcode zu tun hat. Coati schafft hier Abhilfe.

Salzburgs Startups

Das Navigationssystem für Programmierer hilft diesen beim Einlesen in den Sourcecode und erspart viel Zeit, die man in die aktive Entwicklung investieren kann.

Im Code der Anderen

Während seines Praktikums bei Google kam Eberhard Gräther die Idee zu Coati: Bei vielen seiner Aufgaben hat er lange zur Orientierung in fremden Quellcodes gebraucht. Genau hier setzt Coati an: Ein Intelligenter Such-Algorithmus in Kombination mit interaktiven Visualisierungsmethoden liefern einen übersichtlichen Blick auf den Code und helfen, die wichtigen Stellen darin schneller zu finden. Coati unterstützt bisher die Sprachen C/C++ und Java und ist auf allen Betriebssystemen (Windows, MacOS, Linux) einsetzbar.

Coati war eines der Teams, die an der Startup Salzburg Factory teilgenommen haben. In den letzten sechs Monaten wurden Ziele definiert, daraus eine Roadmap gestaltet und dann mit Hilfe eines Mentors in die Realität umgesetzt. Dabei war die Ausgangslage jedes Teams eine andere: Manche waren beim Finalisieren ihres Produktes, andere haben bereits an einem funktionierenden Vertriebskonzept gearbeitet. So auch Eberhard und sein Team: „Vertrieb ist ein wichtiges Thema. Man sagt, dass die meisten Startups daran scheitern, obwohl das Produkt gut ist.“

Was hat Eberhard aus der Factory-Zeit mitgenommen?

#1 Es ist einfacher am Produkt zu arbeiten, wenn schon ein Prototyp fertig ist

Coati war zum Factory-Start schon ziemlich ausgeprägt. Dadurch hatten die Teammitglieder rund um Eberhard genug Zeit, um sich auf ihre Hauptherausforderung, den Vertrieb, zu konzentrieren.

#2 Idealerweise besucht man die Factory mit dem Team, mit dem man auch in Zukunft zusammenarbeiten möchte

Für Coati war es von Vorteil, dass sich die Teammitglieder bereits gefunden hatten. Und das würde Eberhard auch jeden/jeder Factory-Teilnehmer*in empfehlen.

Was ist seit der Factory passiert?

Die Haupt-Herausforderung für Coati war der fehlende Vertrieb. Außerdem sollte an der Qualität des Sales-Pitch gearbeitet werden. Gesagt, getan: Gemeinsam mit ihrem Mentor, Dietmar Tanzer, Präsident von Sony DADC International, wurden die gesetzten Zielen angegangen – und mittlerweile steht Coati vor dem Release der 1.0-Version.

Du hast ein Startup und willst bei der Startup Salzburg Factory dabei sein?

Du kannst dich noch bis 18. April bewerben, wenn du die folgenden Punkte erfüllst:

Du hast …

  • ein Startup mit einem Geschäftsmodell, das auf einer technologie- oder wissensbasierten Innovation beruht?
  • eine klare Wachstumsperspektive für dein Unternehmen ?
  • ein Produkt oder eine Dienstleistung zumindest als Prototyp vorliegen und eine grundlegende Marktstrategie formuliert?
  • dein Unternehmen vor maximal fünf Jahren gegründet oder bist in Gründung?
  • das Managementteam für dein Startup formiert?
  • und deinen Gründungs- oder Unternehmensstandort im Bundesland Salzburg?

Coati ist übrigens das englische Wort für Nasenbär. Diese Tierchen sind nicht nur nachtaktiv, sondern finden mit ihren sensiblen Rüsseln jeden Menge gute Sachen.

Nachtrag:

Coati wurde in der Zwischenzeit zu Sourcetrail umbenannt. Der Nasenbär bleibt als Logo erhalten, der Schriftzug wurde ersetzt und die Webseite aktualisiert.

Foto: wildbild

Eva ist eine richtige Ex-Exil-Salzburgerin. Frankreich, USA, Schweiz – aber nirgends ist es wie zuhause. Immer auf der Suche nach Dingen, die aus der Reihe tanzen. Hat selber gerade eine Firma gegründet und interessiert sich deshalb besonders für das Firmenleben der Anderen.

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