Tadaa! Das sind die ersten fünf Absolventen unseres Inkubationsprogramms Startup Salzburg Factory und ihre Mentoren

Salzburgs Startups

EAST Bike GmbH iG

Produkt/Dienstleistung: Faltbares, vollwertiges Mountainbike
Mentor: Mag. Stefan Scherholz/Pappas Holding GmbH bzw. Der Bergspezl Handels GmbH
Status: Bau mehrerer Prototypen, um die Rahmenfunktion zu testen und in weiterer Folge einen Investor für die Serienprodukte zu finden.

Foto: Mentor Stefan Scherholz (linke) mit dem Team von EAST

Mentor Stefan Scherholz hat das Team von EAST Bike quasi aus der Garage geholt. Im leerstehenden ehemaligen Pappas-Verteilerzentrum wurden Büros und eine Werkstatt zur Verfügung gestellt, die es dem Radtüftler Tom Schwaiger und seinem Team ermöglichen, unter besseren Bedingungen zu arbeiten. Außerdem hat Scherholz EAST das Netzwerk von Pappas zur Verfügung gestellt. Was die Wenigsten wissen: Der Konzern hat nicht nur im Automobil- sondern auch im Fahrradbereich langjährige Erfahrung. So gehört etwa das bekannte Fahrradgeschäft RKS (nunmehr „Bergspezl Rad“) und die Firma Bergspezl zum Konzern. „Stefan ist uns auch in Fragen der Finanzierung aber auch in Teamangelegenheiten immer mit Rat und Tat zur Seite gestanden“, erzählt Carina Tschuschnigg von EAST Bike. Scherholz gelang es etwa die unterschiedlichen Visionen und Ziele im Team auf eine gemeinsam Schiene zu bringen: „Das sind ganz normale Entwicklungen bei einem Start-up. Der eine ist ein Entwickler, dem sein Produkt am wichtigsten ist, die anderen kommen vom Marketing und wollen so schnell wie möglich auf den Markt und Investoren suchen. Die Herausforderung war es, einen Mittelweg zu finden“, sagt er.
Das Potenzial von EAST schätzt Scherholz grundsätzlich hoch ein. Allerdings handle es sich um ein Nischenprodukt für das seiner Meinung nach Bedarf vorhanden sei. „Ausschlaggebend werden die nächsten Monate. Vor allem die Kickstarter-Kampagne wird zeigen, ob es eine Nachfrage gibt. Aber das ist bei vielen Start-ups der spannende Moment, ob der Endkunde das Produkt annimmt.“ Bereits fix ist, dass die Zusammenarbeit nach Abschluss der Factory weitergeführt wird. „Ich werde das Team solange unterstützen, bis man in die Serienproduktion gehen kann“, bekräftigt Scherholz.

www.east.bike

 

Coati Software OG

Produkt/Dienstleistung: Navigationssystem für Programmierer
Mentor: DI Dietmar Tanzer/Sony DADC
Status: Release der Version 1.0 des Softwareprogrammes erfolgt demnächst

Foto: Mentor Dietmar Tanzer (mitte) mit Eberhard Gräther (links) und Malte Langkabel (rechts)

Die Software, die Programmierern helfen soll, sich in fremden Sourcecodes zurechtzufinden, war technisch bereits ziemlich ausgereift. Für die Tüftler von Coati stellte sich vor Beginn der Factory die Frage, wie sie mit ihrem Produkt den Markteintritt schaffen können. Mentor Dietmar Tanzer, Chef von Sony DADC International, hat ihnen die entscheidenden Fragen gestellt, etwa wo liegen die Schwächen des Produktes, welche Unternehmen können bedient werden und welche nicht. Gemeinsam mit IT- und Marketingexperten von Sony wurde eine Strategie erarbeitet. „Wir hätten vor der Factory eher auf den Online-Vertrieb gesetzt, sind dann aber dank unseres Mentors auf den Direktvertrieb umgeschwenkt. Denn Firmen wollen nicht nur Lizenzen in einem Webshop kaufen, sondern benötigen auch Support.“ Tanzer hat Coati zudem eine Brücke zu anderen Unternehmen geschlagen, um sich von diesen Feedback zu holen. Für ihn, der selbst aus dem IT-Bereich kommt, war das Mentoring eine spannende Angelegenheit: „Wir wollen mithelfen, in Salzburg mehr Hochtechnologie zu etablieren und Start-ups aus diesen Bereichen weiterhelfen. Sony hat ja selbst einige sehr erfolgreiche Spin-offs hervorgebracht.“ Eine Zusammenarbeit über die Factory hinaus können sich beide Seiten sehr gut vorstellen.

www.sourcetrail.com

So geht Gründen in Salzburg

FactAI KG

Produkt/Dienstleistung: Künstliche Intelligenz für datengestützte Produktauswahl
Mentor: Matthias Heimbeck/findologic gmbH
Status: Mit Porsche ersten Kunden an Land gezogen.

Foto: Michel Doblhofer, Mentor Matthias Heimbeck, Emanuel Schattauer und Arnold Keller (v.l.)

Das Team von FactAI und Mentor Matthias Heimbeck kennen sich schon länger, konnten ihre Zusammenarbeit aber in der Factory deutlich intensivieren. Technologisch waren die Mentees bereits ziemlich gut aufgestellt. In puncto Vertrieb, Kundenzugang und Marktzugang mit einer komplexen Technologie gab es allerdings noch einiges zu lernen. Probleme, mit denen Mentor Heimbeck bereits selbst einschlägige Erfahrungen gemacht hat. Schließlich bietet sein Unternehmen findologic Suchmaschinentechnologie für Webshops an. Bei FactAI musste in einem ersten Schritt das Technologieportfolio noch geschärft und auf die wesentlichen Aspekte heruntergebrochen werden, mit denen man am Markt erfolgreich sein kann. „Die Technologie bietet so viele Möglichkeiten. Da war es wichtig, einiges wegzulassen und sich auf eine Option zu konzentrieren, Kunden anzusprechen, Umsätze zu machen und auf diesen Erfahrungen aufzubauen“, erklärt Heimbeck.
„Dank Matthias haben wir einige schwere Fehler nicht gemacht und können sie hoffentlich auch künftig vermeiden“, sagt Emanuel Schattauer von FactAI. Für das Team war Heimbeck immer wieder ein wichtiger Motivator und Antreiber „Während wir noch überlegt haben, ob wir alle Optionen geprüft haben und das Produkt nicht vielleicht doch noch einmal überarbeiten sollen, hat uns Matthias angespornt, nicht zu viel nachzudenken, sondern praktische Ergebnisse zu liefern“, ergänzt Schattauer. Über eine weitere gemeinsame Zukunft wird schon nachgedacht. Voraussichtlich wird sich der Mentor am Unternehmen seiner Mentees beteiligen.

fact.ai

Projekt: welchesautopasstzumir.com

 

Native Waves GmbH

Produkt/Dienstleistung: App, die Filme erkennt und in Tonspuren in unterschiedlichen Sprachen zur Verfügung stellt
Mentor: Friedrich Deininger/Dolby Laboratories, Inc.
Status: Entwicklung von ersten Produkten für Partnerbetriebe.

Foto: Mentor Friedrich Deininger, Christof Haslauer und Oliver Dumböck

Einen wichtigen Türöffner hat das Team der Native Waves GmbH in Mentor Friedrich Deininger gefunden. Eine der großen Herausforderungen für das Start-up sind die Audiolizenzen von Kinofilmen, die für die Technologie benötigt werden. „Als kleiner Student hat man fast keine Chance, einen Termin bei den Verantwortlichen der Filmstudios zu bekommen“, sagt Oliver Dumböck von Native Waves. Da kam Deininger ins Spiel. Der Manager beim Soundspezialisten Dolby hat einige Zeit in Los Angeles gelebt und verfügt über wertvolle Kontakte zu Filmstudios und TV-Stationen. Zudem konnte er Industrieinsider gewinnen, die Native Waves berieten, um das Produkt in die richtige Richtung zu entwickeln. Denn Synchronisation im Audiobereich ist eine sehr breit angelegte Technologie. Während des Inkubationsprogrammes hat man gemeinsam mehrere Produkte entwickelt, bei denen die Technologie zum Einsatz kommen könnte. Für zwei Partner werden derzeit Produkte ausgearbeitet, die damit auf den Markt gehen wollen. „Deiningers Expertise beim Aufbau von Businessmodellen und seine langjährige Erfahrung in der Branche haben sich für uns bereits mehrfach ausgezahlt. Wir haben von ihm unheimlich viel gelernt und sind dank seiner Tipps um einiges professioneller geworden“, betont Dumböcks Mitgründer Christof Haslauer.
Dass man sich die Firma Native Waves merken muss, hat nicht nur die 100% Zustimmung des Publikums zu ihrem Pitch beim heurigen Demo Day gezeigt, auch ihr Mentor ist als Branchenkenner von den Fähigkeiten der beiden Tonspurengenies überzeugt: „Es gibt Produkte, die ähnlich funktionieren, aber nicht in dieser Präzision. Und das eröffnet eine große Bandbreite an Einsatzmöglichkeiten, die weltweites Potenzial haben“.

www.nativewaves.com

 

ReSensive

Produkt/Dienstleistung: Produkt für die Intimpflege des beschnittenen Mannes
Mentor: Manfred Kühner/dm drogerie markt GmbH
Status: Vorbereitung eines Markttests in Bosnien

Foto: Christian Stadler, Mentor Manfred Kühner und Ludwig Stepan (v.l.)

ReSensive haben ein Produkt am Start, das für den heimischen Markt und wohl auch für große Teile Europas nicht besonders gut geeignet ist. Das liegt vor allem daran, dass der Anteil von beschnittenen Männern in diesen Regionen eher gering ist. „Das Produkt hat aber Potenzial, wenn man die richtigen Märkte also die USA oder den arabischen Raum anvisiert“, ist Mentor Manfred Kühner überzeugt. Erste Erkenntnisse, wie das Hygieneprodukt, das zudem die sexuelle Empfindsamkeit beschnittener Männer erhöhen soll, angenommen wird, soll ein Forschungsprojekt in Zusammenarbeit mit der Johannes Kepler Universität in Linz bringen. Ein weiterer Schritt wurde dem Start-up durch seinen Mentor eröffnet, der einen Markttest in den dm-Filialen in Bosnien möglich gemacht hat. Mit seiner vorwiegend muslimischen Bevölkerung, deren Männer bekanntlich beschnitten sind, ist das Land auf dem Balkan gut geeignet für einen Markttest von ReSensive. „Ob das Produkt ethisch und moralisch für die muslimischen Männer geeignet ist, wird sich zeigen, auch ob die Erfahrungen auf den US-Amerikanischen Markt übertragbar sind“, sagt Kühner. Für Ludwig Stepan von ReSensive ist die Unterstützung äußerst wertvoll. „Ich glaube, das ist eine Win-win-Situation. Wir profitieren von der großen Erfahrung von Herrn Kühner und von den Ressourcen und Strukturen, die uns dm zur Verfügung stellt. Ich bin aber umgekehrt überzeugt, dass auch unser Mentor von der Zusammenarbeit profitiert“. Diesbezüglich stimmt Kühner seinem Mentee zu: „Ich finde es spannend zu sehen, wie so ein junges Unternehmen agiert, welche Plattformen es benutzt, wie man mit der wirtschaftlichen Situation umgeht. Ob sich davon etwas im eigenen Unternehmen umsetzen lässt sei dahingestellt. Es eröffnet für einen persönlich aber neue Perspektiven“.

www.facebook.com/resensive

Startup Salzburg ist angetreten, um Salzburg zur gründerfreundlichsten Region Österreichs zu machen. Als Lotse, Vereinfacher und Vernetzer beraten wir dich neutral und frei von eigenen Interessen.

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