Socialpreneure vereinen soziales Handeln mit gewinnorientiertem Unternehmertum. Woher die Inspiration kommt? Meist ist es der Drang, mit seiner Arbeit Sinn zu stiften. Manchmal sind es auch offensichtliche Probleme, die zu einer Geschäftsidee führen. Wo können Salzburger Socialpreneure andocken, um ihre Idee zu verwirklichen?

Ecosystem

Beispiele für Socialpreneure gibt es genug: Tablets für Blinde, das Fairphone – ein ökologisches Smartphone – oder das Caritas-Hotel in Wien, das ein gewinnorientiertes Designhotel ist, dessen Mitarbeiter Flüchtlinge sind. Wohin man sich als Salzburger Socialpreneur wenden kann, haben wir recherchiert.

#1: Der Social Impact Award

Viele der aktuellen Ansätze vom sozialen Unternehmertum bündelt der Social Impact Award. Er steht für innovative Ideen, die zur Lösung alltäglicher sozialer und ökologischer Probleme beitragen. Beim Social Impact Lab, das jährlich an der Universität Salzburg stattfindet, wird an tollen Ideen gearbeitet. Die Gründungsideen werden dort mithilfe eines „Social Impact Canvas“ fokussiert. Eingereicht werden können die Projekte beim „SIA – Social Impact Award“, der österreichweit die besten Socialpreneure kürt. Im Anschluss wird ein Businessplan entwickelt und das Ganze mit einem Pitch abgeschlossen. 2016 ging ZIAG ( “Zusammen ist alles Gemeinschaft”) als Sieger für Social Entrepreneurship hervor. ZIAG soll eine Brücke bauen. Und zwar zwischen jenen, die viele Ideen zum Thema Integration haben und jenen, die vor dieser Aufgabe stehen, aber noch relativ planlos sind.

Auch 2018 gehen Salzburger Socialpreneure wieder an den Start. Die besten 10 Projektideen werden im Impact Hub Vienna bekannt gegeben und mit einem „Incubation-Ticket“ belohnt, welches einen Arbeitsplatz, kostenlose Beratung und ein Taschengeld beinhaltet. Sobald sie bekannt sind, werden wir euch hier über aktuelle Deadlines am laufenden halten.

 

Social Entrepreneure in Salzburg

Schon gelesen: Wie man das Meiste aus einem Pitch herausholt!

#2: European Youth Award: Social Media for Social Good

Auch an der Fachhochschule Salzburg wird das Thema der Socialpreneure aktiv angegangen. So fand Anfang März der EYA Hackathon in Salzburg statt. Als Gemeinschaft aus den Studiengängen MMA, MMT und SOZA wurden unterschiedlichste soziale Probleme definiert, Lösungsansätze gefunden und in einem Pitch präsentiert. Und das Ganze in nur drei Tagen. Die Challenge hat zwei Punkte deutlich gemacht:

  • Kommunikationprobleme im Fokus

Die meisten Probleme wurden beim Social Hackathon in puncto Kommunikation verortet. Menschen, die nicht mehr miteinander sprechen oder Trainings für den ersten Job: Die unterschiedlichsten sozialen Blockaden standen im Vordergrund und wurden bearbeitet.

  • Gamification ist gefragter denn je

Als Visualisierungstrend geht eindeutig Gamification hevor: Egal ob bei Trainings-Programmen oder Ideen zum Abbau von Vorurteilen: Games wurden von den Studierenden als Number One-Methode zur Thematisierung sozialer Probleme benutzt.

Der EYA Social Hackathon ist ein Format des European Youth Award, dessen Ziel es ist, Socialpreneure mit interessanten Ideen aus ganz Europa zu finden und mit Investoren und Partnern zusammenzubringen. Sobald die Zeiten für den Call for Entry feststehen, werden wir euch hier Bescheid geben.

#3: Startup Salzburg Weekend

Das Startup Salzburg Weekend richtet sich an alle Entrepreneure aus allen Stufen der Ideenentwicklung: Egal, ob die Idee ganz frisch ist, man schon konkrete Schritte zur Realisierung eingeleitet hat oder ein bestehendes Business überdacht werden soll: Am Startup Salzburg Weekend wird geübt, geübt und geübt. Business Model Canvas werden ausgearbeitet, Pitching ausprobiert und Feedback von Experten eingeholt. Warum man auf jeden Fall dabei sein sollte, haben uns übrigens Teilnehmer aus dem letzten Jahr erzählt.

 

Startup Salzburg Weekend

Eva ist eine richtige Ex-Exil-Salzburgerin. Frankreich, USA, Schweiz – aber nirgends ist es wie zuhause. Immer auf der Suche nach Dingen, die aus der Reihe tanzen. Hat selber gerade eine Firma gegründet und interessiert sich deshalb besonders für das Firmenleben der Anderen.

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