Stell dir vor, du möchtest dir ein neues T-Shirt kaufen. Dafür lässt du dich in zwei verschiedenen Geschäften beraten. Beide Verkäufer präsentieren dir das gleiche Shirt. Einer zählt dir lediglich sämtliche Fakten darüber auf. Der andere baut eine ganze Geschichte darum. Für welches Oberteil entscheidest du dich?

Ganz ehrlich: Ich würde mich auf jeden Fall für das T-Shirt mit Geschichte entscheiden! Außerdem wage ich es zu behaupten, dass ich mit dieser Meinung nicht alleine dastehe. Wir Menschen lieben Geschichten. Deshalb solltest du lernen, wie du Storytelling gezielt in deinem Unternehmen einsetzt!

Storytelling im Unternehmen

Um erfolgreich zu sein, müssen auch Unternehmer ihre Geschichte erzählen können. Welche Kraft sich wirklich hinter Geschichten verbirgt und wie du die richtige Story für dich findest, erfuhr ich während eines Storytelling-Workshops mit Hannes Steiner und Martin Blank, den Gründern von story.one. Auf ihrer Internetplattform bieten sie dir die Möglichkeit, aus deinem Leben, mit all seinen Geschichten, ein Buch zu machen.

Hannes Steiner (links) und Martin Blank (rechts)

Die Basics

Jede Art der Kommunikation muss immer echt und authentisch sein. Niemand wird von deiner Geschichte überzeugt sein, wenn sie nicht zu dir, deinem Konzept und deinen Produkten passt. Verzichte auf unnötig viele Fachbegriffe. Deine Zuhörer bleiben während deiner Erzählung bei diesen Wörtern hängen und können dir nicht mehr folgen. Zudem wird dein Publikum schnell abschweifen, wenn du deine Geschichte nicht in weniger als 90 Sekunden erzählen kannst. Deshalb ist es unabdingbar, die eine Message aus deiner Geschichte zu filtern, die deine Zuhörer daraus mitnehmen sollen. Befolge dafür die folgenden sechs „Regeln“ des Storytellings.

Die Regeln

  1. Nimm dir Zeit, bevor du anfängst, deine Geschichte aufzuschreiben. Überlege dir gut, welche Kernbotschaft du deinen Zuhörern (und somit potentiellen Kunden!) mit auf den Weg geben möchtest.
  2. Schreibe in Ruhe und versuche lange Sätze zu vermeiden. Die selbe Ruhe solltest du auch während deiner späteren Story-Präsentation bewahren.
  3. Erzähle in Bildern! Mit der Kraft von Bildern gelingt es dir viel eher, die Menschen zu emotionalisieren. Das sollte eines deiner höchsten Ziele sein! Wenn Menschen einmal von einer Geschichte ergriffen sind, erzählen sie diese mit hoher Wahrscheinlichkeit auch weiter.
  4. Du bekommst IMMER etwas zurück, wenn du dich öffnest. Sei ehrlich und nimm kein Blatt vor den Mund. Deine Authentizität würde darunter leiden.
  5. Wenn du deine Geschichte zum ersten Mal erzählst, denk daran, dass kein einziger deiner Zuhörer etwas über dich weiß. Nachdem du deine Story erzählt hast, darf das nicht mehr der Fall sein! Es muss klar sein, wofür dein Unternehmen mit all seinen Produkten steht und welchen Vorteil deine Kunden aus deinen Produkten ziehen können.
  6. Das Ende kommt schneller als gedacht! Du solltest dir deshalb schon im Vorhinein überlegen, wie du deine Geschichte beendest. „Danke für Ihre Aufmerksamkeit,“ das kann jeder. Du kannst mehr! Fasse zum Beispiel deine Kernbotschaft (siehe Regel 1) nochmal in einem Satz zusammen. Auch Zitate und Bilder (siehe Regel 3) eignen sich gut für einen gelungenen Schluss. Merk dir: Der erste Eindruck zählt, der letzte Eindruck bleibt!

Stories over Facts!

Geschichten prägen sich besser ein, als Fakten. „Sämtliche technische oder statistische Fakten über deine Produkte, mögen vielleicht für dich interessant sein. Für einen potentiellen Kunden, der zum ersten Mal von deinen Produkten hört, sind sie das aber eher nicht“, sind Martin und Hannes überzeugt. In erster Linie möchte ein Kunde erfahren, warum es dieses Produkt überhaupt gibt und welche Vorteile er durch einen Kauf haben könnte. Deshalb ist es so wichtig, um deine Produkte herum, eine Geschichte zu konstruieren! Im Kundengespräch solltest du deine Ideen und Produkte, in lediglich zwei Sätzen vorstellen können. So bleibt am meisten bei deinem Gegenüber hängen.

Tipp von Hannes und Martin: Mache deine Geschichte zur Geschichte von jemand anderem! Beginne deine Geschichte mit „Stellen Sie sich vor…“ oder „Erinnern Sie sich noch…“. Wenn du beispielsweise mit „Stellen Sie sich vor, sie gehen durch den Wald“, einleitest, hat jeder sofort das Bild eines Waldes im Kopf. Bilder haben die Kraft, Menschen einfacher zu emotionalisieren (siehe Regel 3). Setze diese Kraft gekonnt für dich ein!

Your Story matters. Tell it!

 

Für weitere Tipps zum Thema Storytelling, solltest du unbedingt hier drauf klicken! Auch die Services von Startup Salzburg stehen dir mit Rat und Tat zu Seite. Über alles im Bilde bleibst du, wenn du jetzt auch noch unseren Newsletter abonnierst!

Copyright © Bilder: Unsplash, story.one

Sonnenaufgangsjägern, die Hals über Kopf ins Schreiben verliebt ist. Es fasziniert sie jeden Tag aufs neue, aus Buchstaben Wörter entstehen zu lassen, um damit Geschichten zu erzählen. Wenn sie nicht gerade mitten in einer Schreibmission für Startup Salzburg steckt, findet man sie auf ihrem Technologieblog oder, auch bei Wind und Wetter, in der Natur.

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