Stell dir vor, du bekommst am Ende deines Lebens ein Buch in die Hand gedrückt. Du schlägst es auf und blätterst verwundert durch die Seiten. Auf manchen Bildern erkennst du dich wieder. Dein Ich vor 20 Jahren lacht dir glücklich entgegen. Und dann beginnst du zu lesen. In deinem story.one-Buch.

Mit jeder Geschichte kommen die Erinnerungen an längst vergessene Zeiten zurück. Jede einzelne Geschichte hast du gelebt, manche vielleicht auch einfach nur überlebt. Was wäre, wenn du bereits heute anfangen würdest, das Buch deines Lebens zu schreiben?

Probier’s doch einfach aus! Geschichten erzählen und Bücher damit füllen kann jeder, auch du. Genau das ist die Philosophie hinter story.one. Die Internetplattform öffnet für alle die Tür zu Autorenwelt.

Hannes Steiner (links) und Martin Blank (rechts)

Viel mehr als Instagram, Facebook und Co.

Hannes Steiner und Martin Blank launchten story.one erst Anfang des Jahres. Seitdem erzählten schon zahlreiche Menschen Geschichten aus ihrem Leben auf der Plattform. „Aber das mache ich doch auf Instagram und Facebook auch jeden Tag“, wirst du dir jetzt wahrscheinlich denken. Für Martin und Hannes ist der Unterschied zu sämtlichen Social Media-Kanälen ganz offensichtlich: Du hast die Möglichkeit, viele einzelne Geschichten aus deinem Leben, in einem Buch zu veröffentlichen. Das klingt erstmal ziemlich aufwendig, vor allem für all diejenigen, die sich schon mit dem Thema Publizieren, oder gar Self-Publishing auseinandergesetzt haben. Sei jedoch beruhigt, Hannes und Martin räumen alle Hindernisse auf der Zielstrecke zum eigenen Buch aus dem Weg. Lediglich die Geschichten, die müssen von dir kommen.

Sag’s in 2.500 Zeichen, oder gar nicht!

Ob du über deine Erfolge, Niederlagen, Träume, Schicksalsschläge oder lustige Anekdoten aus deinem Alltag berichtest bleibt ganz dir überlassen. Einzige Voraussetzung: All deine Erzählungen müssen auf „ein Blatt Papier“ passen. Auf diesen sogenannten OnePagern finden 2.500 Zeichen Platz, für eine gute Geschichte mehr als genug. Heutzutage lesen wir nicht weniger, sondern mehr. Allerdings hat sich unser Leseverhalten geändert. „Wir wollen nicht mehr 300 Seiten von einer einzigen Person lesen, sondern eine Seite von 14 verschiedenen“, berichtet Martin. Zwölf bis siebzehn Geschichten passen in ein Buch, das du bereits ab einem Exemplar für dich drucken lassen kannst. Passend zu deinen Geschichten kannst du auch Bilder einfügen lassen. „Außerdem produzieren wir nur nach Bedarf, um eine Überproduktion und die damit verbundene Ressourcenverschwendung zu vermeiden“, so Hannes.

Richtiges Autoren-Feeling

Wie cool wäre es, dein eigenes Buch beim Buchhändler um die Ecke zu kaufen? Auf einer Skala von 1-10 locker eine 12! Story.one lässt auch diesen Traum eines jeden Schriftstellers nicht unerfüllt. Auf deinen Wunsch bekommst du kostenlos eine ISBN und wirst im deutschsprachigen Buchhandel an über 6.000 Standorten gelistet, ebenso in fast 1.000 Online-Shops und ja, Amazon und Thalia sind auch dabei. Ebenfalls gut zu wissen: Das Copyright bleibt immer bei dir. In allen urheberrechtlichen Fragen bestimmst allein du. Dem Gefühl ein richtiger Autor zu sein, sollte also nichts mehr im Weg stehen!

story.one Wo Geschichten zuhause sind

Vor der Gründung von story.one gab es immer schon eine Konstante im Berufsleben von Hannes und Martin: Geschichten. Martin arbeitete zuvor schon beim Radio und war an der Gründung von Puls4 beteiligt. Jahrelang landete Hannes als erfolgreicher Buchverleger mit seinen Autoren auf Platz Eins vieler Bestseller-Listen. Doch mit dem Erfolg kam auch der Frust. „Auf meinem Schreibtisch stapelten sich immer mehr Manuskripte. Es war unmöglich, aus jedem ein Buch zu machen!“, fängt Hannes zu erzählen an. Er nahm sich selbst immer stärker als Verhinderer wahr, da „jedes Manuskript voll von einzigartigen, authentischen und außergewöhnlichen Geschichten war.“

Auf dem Weg zum Ermöglicher

So begab er sich auf die Suche nach an einem Ort, an dem er all den beeindruckenden Geschichten ein Zuhause geben konnte. Er schloss sich mit seinem Freund Martin zusammen. Gemeinsam fassten sie den Entschluss, selbst für all diese Geschichten ein zuhause zu bauen und einen Ort zu schaffen, an dem aus all diesen Storys Bücher entstehen können. Heute trägt dieser besondere Ort den Namen story.one, wo aus Leben Bücher werden. Mit der Gründung dieser Internetplattform wurden aus Hannes und Martin Ermöglicher.

Drei Fragen an Hannes und Martin

Welchen Schwierigkeiten musstet ihr euch in der Gründungsphase stellen?

Martin und Hannes: Ein berühmter französischer Drehbuchautor hat einmal gesagt:„Eine Idee zu haben ist himmlisch, sie auszuarbeiten die Hölle.“ Wenn man ein neues Unternehmen gründet weiß man nie, ob eine Idee trägt oder der Plan aufgeht. Man denkt alle möglichen Eventualitäten durch und läuft Gefahr, sich zu verzetteln. Wir hatten aber schon etwas Erfahrung in der Unternehmensgründung, das hat uns sicher geholfen.

Welche Tipps würdet ihr anderen Startups mit auf den Weg geben?

Martin und Hannes: Glaubt an eure Ideen und kämpft gegen die vielen Widerstände, die daherkommen. Hört vor allem genau hin, wenn heftige Kritik kommt. Das schmerzt zwar, aber daraus lernt man am meisten.

Beginnen Geschichten mit dem ersten Satz und enden sie mit dem letzten?

Martin und Hannes: Nein, zu jeder Geschichte gibt es eine Vorgeschichte die den Erzähler prägt, ihn so denken und fühlen lässt, wie er es eben tut. Diese Backstory hat großen Einfluss darauf, welche Geschichte wie erzählt wird. Mit dem letzten Punkt endet zwar die konkrete Erzählung, aber die Geschichte geht immer weiter. So ist das Leben

Zukunftspläne

Natürlich wünschen sich beide, dass sich story.one so weiterentwickelt wie bislang. Die story.one-Community wächst und gedeiht, inzwischen sind an die 500 Autoren auf der Plattform, über 2600 Geschichten veröffentlicht und mehr als 1000 Bücher produziert worden.

Copyright © Bilder: story.one, Unsplash

Sonnenaufgangsjägern, die Hals über Kopf ins Schreiben verliebt ist. Es fasziniert sie jeden Tag aufs neue, aus Buchstaben Wörter entstehen zu lassen, um damit Geschichten zu erzählen. Wenn sie nicht gerade mitten in einer Schreibmission für Startup Salzburg steckt, findet man sie auf ihrem Technologieblog oder, auch bei Wind und Wetter, in der Natur.

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