Die Akquise von Neu-Kund*innen kann eine echte Challenge sein. Was manches Startup, das diese Hürde genommen hat, gerne aus den Augen verliert? Bereits bestehende Klientel zu umgarnen. Wir haben für dich die 5 besten Tipps, wie du eine Langzeit-Liaison mit deinen Kund*innen startest.

How to

Beziehungen zu Kund*innen wollen gehegt und gepflegt werden. Aber wie lässt sich das machen, ohne Produkte für den täglichen Bedarf? Ohne Geschäftslokal, an dem (potenzielle) Kundschaft regelmäßig vorbeiflaniert? Und vor allem ohne mehrstelliges Werbebudget? Die gute Nachricht zuerst: Es geht! Seitdem es Social Media gibt, reißen dir auch richtig wirkungsvolle Marketing-Maßnahmen kein Loch in die Hose bzw. dein Budget. Und nun die schlechte(re) Nachricht. Mit Kundebeziehungen ist es wie mit Freundschaften oder Ehen: Wer eine dauerhafte Bindung anstrebt, muss sich anstrengen.

Die 5 effektivsten Beziehungstipps:

  1. Sei dort, wo deine Kund*innen sind

Über eine gute Social Media-Präsenz kannst du nicht nur auf dein Unternehmen aufmerksam machen. Du kannst auch langfristige Beziehungen aufbauen. Dazu musst du natürlich wissen, in welchen Kanälen deine Kund*innen abhängen. Ist dein Produkt B2B oder B2C orientiert? Das ist wichtig, damit die Mühe nicht vergebens ist. Neben den Medien, die du bespielst, solltest du auch deine Ziele benennen. Willst du über die Kanäle verkaufen oder geht’s dir um den Aufbau von Image? Entsprechend erstellst du dann den Content. Nachdem Social Media auf Regelmäßigkeit setzt, solltest du einen monatlichen Redaktionsplan erstellen. Und du musst natürlich auch reagieren, wenn Fragen kommen. Idealerweise schnell, denn keine Kundschaft wartet gerne tagelang auf eine Antwort.

  1. Mit 5***** Service punkten

Ein guter Service zeigt sich in vielen Bereichen. Du hast Kund*innen, die es schätzen, mit wertvollen Informationen und Branchennews versorgt zu werden? Dann teile auf Social Media spannende Artikel, Studien oder Exposès mit ihnen. Oder positioniere dich selbst als Expert*in und verfasse Beiträge zu deinem Fachgebiet. Dadurch ergibt sich auch ein guter inhaltlicher Mix aus Produkt- und Brancheninfos. Tipp: Zapf deine kreative Ader an und unterstreiche mit deinen Postings deine Einzigartigkeit. Guten Service solltest du auch im „real life“ leben. Beispielsweise indem du für Schlüsselkund*innen auch außerhalb der Geschäftszeiten erreichbar bist, eine Mini-Reparatur oder eine kleine Spezial-Beratung auch einmal kostenlos machst. Denn eines solltest du immer vor Augen haben: Mit gutem Service kannst du sehr schnell, sehr gute und vor allem sehr nachhaltige Erfolge erreichen.

(Foto: Blake Wisz on Unsplash)

  1. Kenne deine Kund*innen

Eine goldene Regel lautet: Je mehr du über deine Kund*innen weißt, desto besser kannst du sie erreichen und ihnen klar machen, warum sie bei dir und nicht bei der Konkurrenz kaufen sollten. Solange du dich im einstelligen Bereich bewegst, kannst du viele Infos noch im Kopf abspeichern. Es ist aber definitiv nicht von Nachteil, auf Nummer sicher zu gehen, gleich zu Beginn auf eine bewährte Software zurückzugreifen und eine Kund*innendatenbank anzulegen. Große Supermarktketten machen mit ihren Kund*innenkarten nichts anderes. Das Ganze geht natürlich auch eine Nummer kleiner. Notiere dir nach Treffen oder Telefonaten mit Kund*innen sowohl positives, als auch negatives Feedback. Zweiteres ist noch wichtiger. Denn so weißt du, was du beim nächsten Mal verbessern kannst. Darüber hinaus solltest du dir auch persönliche Dinge (meist sind das Randbemerkungen) aufschreiben, so hast du beim nächsten Mal einen guten Gesprächseinstieg oder kannst die jeweilige Person ganz individuell servicieren. Und aufmerksame Geschäftsparnter*innen bleiben im Gedächtnis, das kannst du uns glauben.

(Foto: Kelly Sikkema on Unslpash)

  1. Emotionale Nähe: Ich denk an dich

Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft, sagt man. Die Zeit von Kugelschreiben, Luftballons, Feuerzeug & Co. ist (Gott sei Dank) vorbei. Unser Tipp: liebe Worte schenken. Die kosten dich nichts – abgesehen von ein bisschen Zeit – und kommen beim Gegenüber meist sehr gut an. Standardisierte Geburtstags-Nachrichten kennen wir von diversen Handelsbetrieben. Nimm dir doch die Zeit und schreib deinen Kund*innen personalisierte Geburtstagsnachrichten. Du kennst ihre Geburtstage nicht? Auch egal. Ein Anlass findet sich immer. Wichtig ist nur, dass es nicht zwanghaft und aufgesetzt wirkt. Es muss ehrlich gemeint sein und von Herzen kommen. Ein Beispiel? In turbulenten Zeiten wie diesen, könntest du bei deinen Kund*innen nachfragen, wie es ihnen geht, ob sie gut durch die Krise gekommen sind und sie irgendetwas brauchen. Am besten packst du auch ein paar persönliche Erfahrungen und Erlebnisse dazu. So lässt sich Nähe trotz örtlicher Distanz aufbauen.

  1. Vertrauen sichern & Wertschätzung zeigen

Eigentlich ist es ganz banal. Du musst immer den Menschen in den Mittelpunkt deines Tuns rücken. Im Idealfall aufrichtig, bedingungslos und authentisch. Kund*innen, die wiederkommen, finden deinen Service oder dein Produkt nicht nur gut. In der Regel vertrauen sie dir auch und fühlen sich wertgeschätzt. Klar bedeutet beides für jeden etwas anderes. Um Vertrauen und Wertschätzung aufzubauen, ist es jedenfalls hilfreich:

  • Pünktlich zu sein
  • Versprechen einzuhalten
  • Transparente Rechnungen zu stellen
  • Einwandfreie Qualität zu gewährleisten
  • Einblick hinter die Kulissen zu geben
  • Freundlich, zugewandt und interessiert an Kund*innen zu sein
  • Klare Prozesse und Abläufe zu schaffen
  • Berechenbar und erreichbar zu sein
  • Lösungen zu finden
  • Öfter einmal aufrichtig DANKE sagen (klingt banal, hat aber ungeahnte Wirkung)

(Foto: Wilhelm Gunkel on Unslpash)

(Titelbild: Will O on Unsplash)

Veröffentlicht am 9. September 2020

Leidenschaftliche Texterin und begeisterte Salzburgerin. Mutige junge Unternehmer*innen mit coolen Ideen findet sie gut. Ihre Geschichten zu Papier zu bringen noch viel besser. Weil ein Startup – zwar ganz viel – aber eben nicht nur von den Menschen dahinter lebt, beleuchtet sie für Startup Salzburg auch das Drumherum und macht Wissenswertes zu Lesenswertem.

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